… chica bei chaxa

September 13, 2007 at 6:22 Uhr nachmittags (Nicht kategorisiert)

oh wie fein, gestern hat ich kontakt nach naumburg!!!! hab ich mich gefreut wie ein kleinkind!! der andy und ich im icq. naja ich war mal da und mal weg. das internet ist hier in der wueste nicht das schnellste und vorallem nicht billig, aber immerhin - kontakt zur aussenwelt.

der abend gestern endete sehr schnell, da wir festgestellt haben, dass es mal wieder sehr früh für uns wird/war. also gings um halb neun ins bett und dazu gabs noch eine paracetamol. Ui, die war gut. Die erste nacht mal wieder mit geschlossenem mund geschlafen, weil ich durch die nase atmen konnte. halb sechs klingelte dann auch schon das weckerlein und mehr als zahnputzen war nicht drin, denn irgendwie bummeln wir morgens ein wenig. ab in den bus und hin zur ersten lagune.

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wie ihr seht bringen wir überall das schlechte wetter mit hin, denn es ist bewölkt! und hat sogar mal kurz genieselt in 4000 meter hoehe.

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laguna chaxa ist mitten in der salzwüste. wo man auch nur hinschaut erstreckt sich über 320.000ha ein salzgebirge und in der mitte, ne an den tiefsten stellen steht das wasser und formt sich  zu lagunen. als hauptattraktion zusehen gabs flamincos (3 verschiedene arten, halt mal mit schwarzen stummel und mal ohne). dort ein bissl hin und her gelaufen und eventuell vögelchen geschossen mit der kamera, gings von 2300meter hoch auf 4300 meter zu den nächsten lagunen (miscanti/minique). das wetter hat sich bisdahin nicht wirklich verbessert, also alles schoen grau in grau. wieder hier ein vögelchen und da eins - weiter zum wandern im canyon. Dort ein Fels, hier ein bächlein und noch ein grasbüschel. Nachdem wir uns ein wenig ausgetobt haben fuhren wir zum mittagessen in einem dorf (socaire). es gab eine leckere klare gemüse mit kartoffelsuppe, danach etwas fleisch, dass von meinem gegenüber gegessen wurde (bin echt viel zu mekelig, sollte kuh sein, nicht ich das fleisch) und ich hab mich mit dem reis und der tomate bedient. und als nachtisch (dessert in der desert ^^) eine banane.

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ab in dden bus und zur letzen attraktion. toconao, noch ein dorf. wir durften das dorf selbsterkunden und sightseeing machen. wir haben uns nicht weiter als 15 meter vom bus entfernt, denn wir haben direkt vor dem einzigen highlight geparkt. einer kirche, die etwa 250 jahre alt ist und deren dach aus kaktusholz besteht. ja, toll, riesig. noch nicht mal zum photomachen hat das dörfchen gereicht. doch eins, lina beim fingernagelschneiden - haben sonst ja keine zeit dazu:)
was interessant war, sind schwarze flaggen die überall aufgehisst waren. man kam sich ein wenig wie in einer piratenstadt vor. doch der hintergrund ist, dass das dorf gegen eine lithium oder siliciummine protestieren. (der guide hatte zu viel slang drauf) diese verbraucht in der sekunde (?) 650 liter wasser. ist natürlich in der wüste eine rare ware, selbstverfreilich.

joah, so schnell wie man den tag niederschreiben konnte, so viel ist auch passiert und so spannend war er auch (ihr bemerkt die ironie).

aber er hatte auch seine hellen momente:

10 minuten diskussion darüber, ob der schwarze fleck, den man durch das fernglas sah, ein mensch oder doch ein tier (tagua - riesenralle, für interessierte zum nachschlagen) ist - es war ein tier, bekundete uns dann eine freundliche aufsichtsperson der lagune, nachdem lina, unser guide, unser fahrer und ich durchs fernglas schauten

und unser holländisches pärchen, dass uns gestern auch schon begleitete. der typ ist die reinste ulknudel. sehr viel situationskomik ist durch ihn entstanden, die sich aufschreiben für euch leider nicht lohnt. aber glaubt mir, mir kamen die tränen (vielleicht kann ja doch einer schmunzeln, z.b. “nervte” er mit wie weit ist es noch, sind wir da… oder rein klanglich wurde toconao , er spricht nur dutch oder english,  zu toco-now toco-late
toco-late ..ich hab gelegen im bus, naja ich fands lustig, so.

tja, wieder ein tag in der wueste ohne verbrennungen und verletzungen überlebt, halleluja. momentan windet es noch ziemlich und lässt den dreck/sand nur so rumwirbeln. ist wie regen und zehn grad in deutschland - keine lust mehr raus zu gehen.

in diesem sinne, noch eine paracetamol eingeworfen und ab ins bett!

san pedro de atacama, mittwoch der 13.09.2007, uhrzeit: ist noch hell

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…da bleibt einem die luft weg

September 13, 2007 at 6:07 Uhr nachmittags (Nicht kategorisiert)

nach einer unruhigen nacht und ein paar decken weniger, haben mich fast erschlagen so schwer sind die, sind wir 3.45Uhr am 12.09.08 ein mittwoch so sagt es der kalender, aufgestanden.

mit zerknetschten augen noch ein kaffee getrunken und ab in den Minibus. Wir haben noch 8 abgeholt und sind dann auf zu den geysiren. 2450 Meter (San Pedro) in rund 2 Stunden hoch auf 4200 Meter.

Scheiss mistdukacki, ich und mein schnupfen. Ich weiß nicht obs an der höhe der geysire oder an der verstopften nase lag, da fehlt einem schon die luft, und die beine sind ein wenig wie gummi.

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Die geysire haben 85 Grad, der Dampf jedoch kühlt schnell ab, da die temperatur bei -8 grad lag. ganz schön frisch. doch mit nem kaffe oder nem Kakao für den die milch in kleinen erdlöchern warmgemacht wurde, da das wasser darin nur so brodelte, lässt sich das bis zum sonnenaufgang gut ertragen. die liebe sonne!

weiter gings dann zu einer therme (loch im boden mit wasser, h2o-temperatur etwa 36 grad) wer wollte ab ins warme nass. ich hab verzichtet. vor lauter niesen und naseputzen wär ich wohl ertrunken.

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nun war es dann auch schon gegen 9 oder 10 und mit dem Bus gings weiter, erstens über die höhste stelle der tour:  4600 meter vorbei an kleinen Hasen mit nem Schwanz wie ein fuchs, einer Mischung aus Giraffe und Reh (Vicuna - dass lustigste tier dieser tour!), lamas mit schleifen im Haar, Riesenkrallenvögeln, Enten, Möven,…. fast bei jedem neuen tier musste angehalten werden, damit der eine oder andere mit super-mega-tele-objectiv photos schiessen kann.

ja, schön wars schon. Das Altiplano, also ne hochebene, wenn ich richtig liege helen?! ist dann doch recht fielfältig mit seinen Gräsern, Moosen und Tierchen, vorallem, wenn da noch ein Flüsschen ist. 

Der  letzte Stop dieser Tour war an einer Stelle, an der man dicht am rand über Felsen in ein tal klettern konnte, begleitet von einem kleinen Fluss, der hin und wieder ein miniwasserfall verbarg. Das fand ich echt klasse. Es war nicht anstrengend, aber was zu tun und zu klettern und nicht nur gucken und photofieren;)
einmal rein ins tal geklettert und nach ner rast wieder hinaus, zurück zum bus und nach hause. keine ahnung wann wir wieder im zimmer waren. dem stand der sonne nach zu urteilen 12-13uhr. endlich kaffee, kuchen und toilette;)

so und jetzt ist es 15.47 uhr und ich freu mich endlich die letzen tage niedergeschrieben zu haben. viel werden wir heut nicht mehr machen. mal ins internet;) was essen und na mal schauen was der abend noch so birgt.

san pedro, 12.09.07, 15.49 Uhr

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Lina, Pearl Jam und ich in der Wüste

September 13, 2007 at 6:01 Uhr nachmittags (Nicht kategorisiert)

Ade Antofagasta! Am 10.09.2007 haben wir Antofagasta hinter uns gebracht. Mehr als städtetourismus ist nicht drin, denn die Stadt ist nicht so besonders. das einzige Highlight war noch unser Abendbrot im Bavaria. Das Bavaria ist eine Restaurantkette hier in Chile, die “deutsches Essen” anbieten. Scheinbar beschränkt sich Deutschland nur auf Bayern, obwohl das Bavaria noch nicht einmal in blau-weiss gehalten war. zum Sonntag Abendessen gehen, dass is was in Chile. Gähnende Leere im Bavaria. Die Kellner schunkelten zur Musik und Lina und ich waren die einzigen Gästen.

Zu unserem Cordonbleu sollten wir aber eine tolle Showeinlage erhalten. Tatsächlich hat sich ein älteres chilenisches Ehepärchen ins Bavaria geschmuggelt zum Abendbrot und hat uns mit dem traditionellen “cueca” überrascht. Sie bestellten erst ihr Essen und dann ging es los. Mit den Servietten bewaffnet führten sie ein Hahnentanz auf. Hanhnentanz, weil es einem gleicht. Der Mann bezirzt die Dame seiner Wahl und wie Frauen so sind, tuen wir etwas schüchtern dabei. Mit pfiffen von Lina und Klatschen aus der Küche wurden die beiden Tänzer begleitet. Gottseidank mussten wir nicht auch noch!!!!!

 Ja das war antofagasta. Noch einmal geschlafen und gefrühstückt in der Stadt, gings um 13.35Uhr auf Richtung San Pedro! Wüste wir kommen! 6 Stunden Busfahren und nicht viel mehr sehen als Berge, Steine, Grashelmchen, Sand, Sonne und hin und wieder ein Dörfchen mit, na lass mich schätzen (darin bin ich besonders gut;)) 100 Einwohner und weniger. Der tolle Bus den wir hatten war auch prächtig ausgerüstet. Die Klimaanlage funktionierte prima, so prima, dass man sich sogar noch eine Jacker anziehen konnte und das Unterhaltungsprogramm im Fernseher erst, war reine Sahne. DAUERSCHLEIFE!!! Werbung von Tur-Bus (so heisst die Firma mit der wir gefahren sind) Telefonwerbung, Madonna´s “Jump”, Reik (Schnulzenheld aus Chile) und Werbung für DailyFresh (Essen)… Nerv…

Nach dem 8.Mal konnte ich schon fast mitsingen. Damit ich mich nicht aus dem Busklo mit rausspülen lassen hab, griff ich zu meiner kleinen Musikmaschine und für neben mir Lina und im Ohr Pearl Jam immer weiter in die Wüste hinein.

Oh mein Gott !!! - und das gleich 2 Mal erst dachte ich, dass mich der Bus bei einem Zwischenstopp vergisst uns ich in der Wüste vertrockne - ich wollt noch schnell Geld im Busterminal holen, weil wir gelesen haben, natürlich auch erst im Bus, dass der Geldautomat in San Pedro mal da ist und mal nicht, und bis zum nächsten Automaten wären es 100 km durch die Wüste.dabei sah ich, durchs Fenster wie der Bus langsam losrollte. Wie in Zeitlupe ich in FlipFlops übers Pakett geschliddert und Lina zum Busfahrer nach vorn gerast, uff Bus wollte nur tanken, dass dirket am Terminal geht!

und dann San Pedro - erschreckend ernüchternder Erster Eindruck. Kleine Häuschen mit Strohdach, keine Strassen nur Dreckpisten, ein Cola-Schild und 2 winzige alte Männer davor, Staub, Dreck, Hunde,… an irgendeinem dreckplatz hielt der Bus an und wir mussten raus. Na so hab ich mir das nicht vorgestellt. wir wollten doch eigentlich ein paar tage hier verbringen. Aber so wie das aussiht hält mmich ier nichts länger als eine halbe stunde - Maximum.

Nun gut. Erstmal orientieren mit dem guten Reiseguide und in irgendeine Richtung laufen. An einer Impissbude haben wir kurz nach dem Weg gefragt, da wir keine richtige ahnung hatten wo nun lang. kurz, weil die “nette” Dame nur meinte, ein block weiter dann links. Schluck. Mensch sind die nett hier! links rechts gerade aus. Sonchek Restaurante - geschlossen - ahhh, da wollten wir doch aber nach nem Zimmer fragen. Doch zum glück gab es den Hosteleingang direkt um die ecke.

jippie!!! Jemand da, und Zimmer frei. Noch gespannt was das wohl wird hier in dem Dörfchen gings Richtung Zimmer. Endlich, schreck lass nach. ganz gemütlich ist es hier. die Zimmer sind alle ebenerdig (gibt glaub ich auch kein 2 Stöckiges haus hier ausser der kirche, wenn man da überhaupt von 2 Stöcken reden kann) in einem U aneinander gereiht. Es gibt 4 Duschen mit warmen Wasser und WC, einer küche und dem restaurant neben an.

Ja, hier lässt es sich aushalten! Sogar der Preis ist super, da noch keine Feiertage sind. Ausgehungert wie die Wölfe sind wir nach gepäckabladen los um etwas essbares zu finden. Die entscheidung fällt hier nicht leicht, da san pedro eine touristenattraktion ist (man kann hier so viel touren machen und tolle Sachen sehen) Wir sind in einem sehr schönen, gemütlichen Restaurant gelandet, mit Feuerstelle in der Mitte des Raumes und haben uns kräftig den Bauch mit Nudeln vollgeschlagen. Wahnsinnig lecker wars! Und das lag glaube ich nicht nur am Hunger! gestärkt und frohen Mutes ab ins warme bett. dafür sorgen 4 “pferdedecken” und noch eine Fleecedecke obendrauf. (In der Wüste kann es in der nacht bis -30 und mehr grad werden) Aber so kalt ist es hier gar nicht, die häuser sind gut aufgewärmt.

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Ja, dann war auch schon der 11.September. Der Plan des tages erstmal frühstücken und die Stadt erkunden, geld holen und die nächsten tage planen. geld holen ging auch einfacher als gedacht. Der automat war trotz der warnungen im Buch vorhanden und spuckte fröhlich pesos aus. jawoll, ein stress weniger. dann ab ins cactus-touren-büro. So schnell wie wir das geld in der hand hatten war es auch schon wieder weg;) der plan: heute pucará de quito zu fuss (6km hin und zurück), mittwoch geysire im Morgengrauen, donnerstag lagune mit Flamincos, freitag Valle de Luna, samstag - ja ausschlafen, erholen und auf wiedersehen san pedro. so der plan.

nach der planung und nem super leckeren Snack (crepes mir Früchten und Schockososse) und ner kleinen Siesta gings auf wanderschaft. Der hinweg ging schneller als gedacht, da uns kurz nach dem Ortsausgang auch schon ein pickup aufgeladen hatte und uns bis Pukará brachte. macht seinem namen ja alle ehre ´, der jute pickup. ja pukará, das ist ein berg mit alten zerfallenen mauern aus der inkazeit. ja, hmm, toll, das soll alles gewesen sein?! klang im buch besser als in der natur. lohnt sich noch nicht mal ein photo von zu machen. Aber da geht doch noch was. Den ;Mauerberg erklommen sind wir auf der anderen Seite wieder runter, sah zwar nicht mehr nach offiziellen weg aus ) und den nächsten Berg hoch- steil hoch - rutschig hoch - Steinlawinengefahr hoch - abgrund tief (Christin zensier das bitte;) ) und siehe da, tollkühn wie wir sind war das lustig und ober erwartete uns auch wieder ein weg. im slalom gings den nächsten berg, auf dem Weg nach oben und weiter durch  die Bögen bis ans kreuz, die opferstädte und nem gemütlichen Sonnendach. Was eine Aussicht!!! Sanddünen hinter uns, rotes welliges Gebirge neben uns, Wüste und Vulkan vor uns, und noch mehr berge und täler rechts. ahhhh. diesen ausblick genossen wir ne weile, haben wir uns ja auch verdient.

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Bergab geht ja immer schneller und der heimweg ist auch immer kürzer. Diesmal zu fuss gings zurück nach san pedro, lecker essen gehen (bei mir gabs soya mit salat und toast, gar lecker) duschen und ahhh - sachenpacken für die geysire. Wasser, dicke sachen, handschuhe, schal, apfel für zwischendurch, sonnenzeug und und und…

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