wo mond und cojote dem tod in die augen sehen

September 14, 2007 at 5:59 Uhr nachmittags (Nicht kategorisiert)

 ja neuer morgen neues glück. nachdem wir die letzten tage sooo zeitig aufstehen mussten, sind wir einfach mal im bett geblieben. bis 14.15 uhr nichts gemacht. Lina sass am laptop und ich lag einfach nur im bett. glaub ich. so genau kann ich mich nicht erinnern, so wenig haben wir gemacht:) irgendwann muss man sich ja auch mal ausruhen, nach allll den strapazen.

da es aber 14.30uhr zur nächsten expidition losgeht, haben wir uns dann endlich ne viertel stunde vorher hochgerappelt und wieder alles notwendige ab in den rucksack, rucksack auf den rücken und wieder rin in den bus. ziele für heute: tal des totes, des cojoten und des mondes. so viel tal auf einmal sind wir nach den gebirgstouren gar nicht mehr gewöhnt.

für mich, die ich nicht so viel fotografiere, wie andere, nicht wahr kathleen, war diese tour mal ein wenig unterhaltsamer. zumindestens rein körperlich.
nicht weit weg von san pedro war der erste stop. mit viel viel wind und fliegenden, am körper pieksenden sandkörnen, und knirscheln zwischen den zähnen schauten wir ins tal des todes. huuuhhuhu…. zusehen gabs unendliche weite und sand. warum tal des todes? 3 (mögliche) gründe: 1. die tiere vielen dank des windes vom pfad hinunter in die tiefe und starben
2. ein herr martes kam in san pedro vorbei doch die einwohner verstanden muerte (tod)
3. einwohner, die eine starke krankheit hatten, kamen zum sterben an diesen ort

nach ein, zwei photos und hinter den hüten hinterherlaufenden Menschen gings wieder in dden bus. zum tal des cojoten. es war nicht weit weg, da standen wir wieder mitten auf einem berg mit gigantischer aussicht in das tal. sand über sand über sand (auch wieder im gesicht) den namen hat dieses tal wahrscheinlich von einem felsen, der dem von roadrunner ähnelt. also fels, der geradeso oben auf dem berg hält und roadrunner ihn hinunterplumsen lässt…ne der cojote will den roadrunner erschlagen. sorum…naja. dann begann auchh schon die trekking tour.

roadrunner1.jpg  salz021.jpg  maria.jpg

vorbei am gebirgsrand immer weiter dann die sanddüne runter ins tal. wer rennen wollte konnte rennen, doch ich bevorzugte zu laufen und um dann, gut präpariert bei etwa 28 mit dicken sweater nen sandengel hinzuzaubern. mit sand in der hose:) gings weiter die dünen hinunter und immer weiter hinein ins salzgebirge. diesmal kein kleines wie in der salar der atakama, sondern, die riesen berge und felsen bestanden/produzierten salz. hindurch den canyon vorbei an salzschichten hinein in eine höhle in der man sehr beeindrucken die salzlagen sehen konnte. zum glück bin ich fast ein zwergenmensch und konnte mit ausgestreckten körper, ähhh, naja ohne mich zu bücken durch diese höhle. am ende gabs es noch eine beeindruckende sinfonie zu höhren. es sah aus wie ein freilichttheater, also eine wölbung in der felswand, und genau an diesem punkt konnte man die klänge des salzes am besten höhren. es knarkste und krachte nur so vor sich hin.

ich war mir nicht ganz sicher, ob die felsen nicht bald nachgeben und hinunterplumsen, doch gottseidank waren wir ja aus der höhle schon raus. nun gings schnell in den bus, denn der sonnenuntergang wartet nicht auf uns. ab zum valle de la luna.

tja, lina und ich freuten und ja schon soooo doll da drauf. gähn. das problem: a) auf dem hinweg nach san pedro konnten wir den sonnenuntergang und die dadurch sich ergebende farbenpracht der felsen und wolken schon eingehends aus dem bus beobachten
b) beim buchen der touren war valle de luna leider mit inbegriffen und wir konnten es sozusagen nicht abbestellen, höchstens nicht hingehen. aber was besseres hatten wir ja auch nicht zu tun.

nungut, also mit dem bis ab zur nächsten sanddüne. dort erwarteten und auch schon hundert andere touristen, die dem farbspiel der sonne zuschauen wollten. also stapften wir alle die düne hinauf. oben japsend angekommen, musste man sich noch für einen aussichtspunkt entscheiden. wir also nach links. fast vorn ab abgrund angekommen, hingesetzt und gewartet. und gewartet und gewartet und gewartet. passiert hier überhaupüt was. zuerst genossen wir beide ein wenig die ruhe, aber dann reichte ein kurzer blick in unsere augen und los ging das gekicher. tooooodlangweilig. die hätten diesem tal den namen tal des todes durch langeweile geben sollen. bewaffnet mit kamera stiefelten wir ein wenig durchs gebirge, machten uns über die leute und das total prächtige farbspiel lustig und traten einfach schonmal den rückweg an. leider konnten wir uns nicht vor unserem guide verstecken, der mit gespannten gesicht voller enthusiasmus uns fragte: und wars toll. ganz erlich wie wir sind sagten wir: gaaaanz toll. sowas langweiliges. beim nächsten mal bitte mit ner flasche wein, dann kann man das vielleicht besser ertragen;)

moonvalley04.jpg  moonvalley.jpg  moonvalley01.jpg

naja, sind wir mal nicht so. eine bunte wolke haben wir trotzdem fotografiert, damit sich das auch mal lohnt hier;)

3 tage voller touren lagen damit nun hinter uns. zum abklingen sind wir dann erstmal super lecker essen gegangen (maispampe mit scharfen kartoffelpü, davor noch eine art enchilada mit avocadocreme, super lecker!!!!). das restaurant war neu und heut zum ersten mal offen, so glauben wir, denn die junge manschaft putzue noch fröhlich die fenster, übten ein wenig cocktails zu mixen und es brauchte 3 kompetente fachkräfte, um uns einen kaffe in der espressomaschine zu machen, der geschmeckt hat wie mukkefuk, also braunes warmes wasser. trotzdem haben wir uns sehr wohlgefühlt, uns über alles lustig gemacht, rumgekichert, ja wir hatten mal wieder unsere 5 minuten. als dann noch der kellner uns eine zuckerdose stolz auf den tisch stellte und wir dann mal reinschauten, war diese leer. ein brüller, sag ich euch:)

gut gestärkt, damit der magen auch was zu tun hat, sind wir dann noch in ne kneipe um eins zwei absacker zu trinken. das erste mal ausgehen nach all den strapazen. mit 2 pisco cola (pisco ist ein chilenischer schnaps, etwa wie rum, aber hell) und nach noch einem gintonic (memories ans kassa wurden wach) juckte uns das tanzbein und wir tippelten so ein wenig mit den anderen vor uns hin…bis….noch mehr memories…es war erst leise, dann immer lauter….bin ich im cuba caliente in nmb (soviel hab ich doch nicht getrunken) der sensatioinshit aus naumburg “pasa me la botella” in voller lautstärke und alle die es kannten grölten mit… hui… na is das nicht was

ja mit nem dicken grinsen im gesicht hab ich mich auch ein wenig bewegt, soch leider ist mir die coreografie von nicole nicht mehr eingefallen, falls es überhaupt eine dazu gab;)

ja das war schön dieser abend. gegen 2 gings ab ins bett. so lange sind wir noch gar nicht n chile aufgeblieben, aber diesmal mussten wir ja nicht früh raus, denn unser letzter tag in san pedro ist gekommen.

so ihr, mit nem heimatlichen ohrwurm gehts ab ins bett! ich geb euch nicht die flasche sondern nen schmatzer, hab euch lieb grit

san pedro, 02.00 uhr 15.09.07

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