is ja wie colorado hier
heut morgen bin ich sogar vor dem wecker munter geworden. ob das daran liegt, dass ich schon um neun ins bett bin? sehr wahrscheinlich.
auf jedenfall klingelte dann trotzdem ich schon wach war um halb acht der wecker. wie gewohnt hiess es anziehen, zahn putzen und schnell noch kaffee kochen. gut das dauerte hier ein bissl länger mit dem kaffee, die küche habt ihr ja gestern gesehen. das gas kann man leider nicht all zu groß einstellen, um das wasser schneller zum kochen zu bringen. ich habe es aber noch geschaft meinen becher (plasik überbleibsel aus iqq) mit leckerem nestle cafe zu füllen und auszutrinken, bevor die heutige, ich nenne sie gerne vip tour startete.
der grund vip ist, normalerweise wird diese tour ab minimum 4 personen angeboten, aber ich hatte das glück mit einem schweizer und unserem guide ins wüstengebirge zu fahren. die nette dame der argentur meinte, wenn es schon so teuer ist (und das war es im vergleich mit den bereits gemachten touren), dann schicken wir euch halt zu zweit dorthin. supiii, endlich mal keine touribusse, menschenmassen, gedrängel im autobus,….
Reto: der Schweizer, auch auf der hängematte von gestern zu sehen, mit gitarre, er ist am über seit neun monaten. klappt schon mehr oder weniger, ich habe aufjedenfall einige songs erkannt, auch wenn seine tonlage und singnoten nicht denen entsprochen haben, wie man es normalerweise von pearljam, radiohead, rollingstones,..gewöhnt ist. aber immer wieder lustig ihm zuzuhören, gibt ja sonst nix hier!!)
weiter im text. den kaffee gerade geleert und das bad nochmal schnell genutzt, kam auch schon unser nissan angefahren. ich nach hinten, da ist bekannlich der meiste platz, reto nach vorn. ausserdem kann reto spanisch, was die kommunikation zwischen guide und uns angekurbelt hat. ich war mehr am lauschen und versuchen zu verstehen. so fuhren wir bestimmt 40 minuten immer gerade aus durch die wüste. diese strasse nennt man auch “Weg der Geduld”, da früher die menschen 2 wochen zu fuss gebraucht haben. danach ging es irgendwann einmal rechts ab, weiter und weiter, und es wurde immer holpriger, aber das macht nicht. headbangen wir halt ein wenig zu altiplano-musik.
leider werden die photos nicht ganz das wiederspiegeln, was wir gesehen haben, aber es war unglaublich. ich hab nicht gewusst das schnöde steine und felsen so toll aussehen können und vorallem so farbenreich!!!!
wir haben an 4 plätzen halt gemacht. die ersten beiden waren bunte gebirge. nicht nur rote felsen, sondern danach grün und lila und weiß. totale stille. noch nicht einmal ein vogel war zu hören, geschweigedenn ein mensch zu sehen. hier hält man es eine weile aus. ist wie ein abenteurspielplatz und man möchte auf alles hochklettern und photografieren oder einfach nur stundenlang dasitzen und gebirge anschauen.leider kann man auf der vergrößerung das glitzern nicht erkennen.
ha, das alpengluehen is nix dagegen. vorallem bildet man sich auch ständig ein, gesichter und tiere oder andere dinge in den felsbrocken zu erkennen.
den größten habe ich mit abfotografiert. für mich war und ist es ein dino.
links der kopf und der rest hintendran (is ja klar) nun gut, vielleicht war es auch die sonne^^
der 3. halt war an einem platz, wo man in den fels eingravierte peroglifen sehen kann, richtig alt die “zeichnungen” 2500 jahre (na vielleicht hab ich mich ja auch verhört)
den namen von dem 2köpfigen tierchen hab ich leider schon wieder vergessen. aber ich weiss warum 2 köpfe, ha. ja ihr auch gleich. also das symbolisiert die herde, wobei eines der tiere immer ausschau hält nach feinden und die anderen fressen in ruhe. deswegen der eine kopf nach oben, der andere nach unten. nicht schlecht, wa. und dieses halbrunde mäuerchen war angeblich ein stall für das jungtier. ja hier in dieser einöde haben menschen gewohnt.
aber “ganz in der nähe” verlauft ein flüsschen. süsswasser. erkennt man daran, und ich hab es einfach so erraten, dass es da so grün ist. das wasser war auch recht warm. aber das ambiente war das beste. es plätscherte nur so vor sich hin und kleine vögelchen zwitscherten. idyll in der wüste!
nun begann aber auch schon wieder der heimweg. war ein bissl beängstigend, denn unser guide scheint die letzte nacht nicht besonders gut geschlafen zu haben, denn erkämpfte mit der müdigkeit. auf deutsch hab ich reto mal darauf hingewiesen, denn ich hätte von hinten nicht eingreifen können. im falle aller fälle (in deutsch, weil das der guide ja nicht versteht;))
wir haben uns einfach darüber lustig gemacht und sind gesund und munter wieder angekommen!
sehr schön. ja reto fährt heut abend auch schon wieder weiter, und sogar nach arica ein zwischenstopp einlegen, das heisst, ab heut: ganz allein. alle die ich so unterwegs oder im hostel kennengelernt habe, sind nun (gleich) weg. aber egal, bin ja schon ein grosses altes mädl;) noch 2 tage und dann ab nach arica. ich habe mein chef mal angemailt und er holt mich vom busterminal in arica ab. find ich gut, auch wenn die stadt nicht all zu groß ist.
naja, aber bis dahin geht die sonne noch 3 mal auf und jetzt ist so schon untergegangen. mein magen knurrt ich werd wohl noch was essen gehen oder am brötchen von gestern nagen.
träumt was schönes!!!
san pedro, 25.09.07, 19.56 uhr
ps: als beweis, ich leb noch mit freundlicher unterstuetzung von reto und meiner linnken hand (ich hasse es photos selbst von mir zu machen, aber was solls, fuer euch mach ich doch (fast) alles!