Tag 3 putre – colchane
Na da hab ich doch mal verschlafen. Auch wenn die tablette nicht wirklich angeschlagen hat, hab ich trotzdem einfach mein wecker ausgeschalten und mich wieder umgedreht. Gegen halb neun hat es an meiner tuer gekopft und ich wurde freundlichst von der elke gefragt, ob ich schon auf bin. Hehehe, neee. Aber gleich. Aufgepsrungen, sachen in den rucksack geschmissen, ins bad gerannt, fruehstuecksbrot geschmiert fuer unterwegs, kaffe mit nach draussen vor die tuer genommen, um noch schnell eine zu rauchen und dann gings schon los.
Ueber die reihenfolge bin ich mir nicht mehr ganz im klaren. Aber egal. Wir besuchten ein doerfchen namens isluga.
Danach sind wir zur salar de sirire gefahren. Diesmal handelt es sich um borox (wird zur medicamentenherstellung abgebaut). Also nicht immer bedeutet salar=salz (sal). Flamincos in rosa und weiss, vicunas, lamas… ganz zutraulich waren sie, sind nicht gleich weggerannt wie die anderen alle. Am anderen ende der salar gab es eine terme. Diesmal eine natuerliche, und kein schwimmbecken. Da ich immernoch mit meinen kopfschmerzen kaempfte, entschied ich mich mal nicht ins heisse nass zu huepfen. Sondern einfach nur aufs essen zu warten. Bei 30 grad ohne schattenplatz gab es wieder mittag und fuer mich noch ne tablette. Mensch, die hat mal schnell gewirkt.
Gut gelaunt gings weiter nach guallatire. Ein doerfchen benannt nach dem aktiven vulkan im hintergrund. Ich glaub, dass ist das erstmal, dass ich einen aktiven gesehen hab. Ein wenig am wasser gespielt und die umgebung genossen, sind wir weitergefahren und haben das dorf mit seinen 20 einwohnern und dem basketballplatz hinter uns gelassen.
Nach weiteren hunderten kilometern, ah ich hab vergessen zu erzaehlen, dass der weg von putre bis colchane eine reine schotter pise ist! Das heist, man hat die ganze zeit die staubwolken ins auto ziehen sehen. Fenster geschlossen und lueftung angeschalten im auto. Super sache, bei 35 grad und ohne klimaanlage. Wenn ich ne staublunge bekommen sollte, dann weiss ich woher.
Also nochmal, nach weiteren hundert kilomentern staubessen und nach dem passieren der hoehsten stele unserer tour mit 4700 metern ueberm meer, sind wir gegen 18.00 uhr in colchane angekommen. Colchane liegt direct, und wenn ich sage direct, dann m eine ich auch direct an der bolivianischen grenze. Nach dem letzten haus, es gibt ungefaehr 15 ist der grenzposten und die dazugehoerige grenzschranke. Von den wenigen haeusern sind 3 hostals. In das eine haben wir uns quartieren lassen. Super sache, das hostal. Kleines zimmer mit privaten bad und warmes h20. ein luxus. Erstmal alles ein wenig ausklopfen, um den staub vor der tuer zu lassen und dann duschen, dick anziehen und auf das abendbrot warten.
Ganz normal in vielen doerfern chile/latinoamerica ist, dass der strom nur fuer ein paar stunden eingeschalten wird. Da wir die uhr umgestellt haben ist der anfang von licht und foen und tv um 20 uhr und das ende schon wieder um 24 uhr. Egal. Mich hat es nicht gestoert, da ich mir nicht die hare wasche, solange wir durch wuestenstaub fahren. Nicht war.
Zum abendbrot gabs ne spargelsuppe (hab mein woerterbuch gebraucht, um herauszufinden was fuer ne suppe wir essen, denn elke ist vegetarierin und wir ware nuns nicht sicher, ob nun mit oder ohne. Ich glaub ja nicht jedem der sagt, da is kein fleisch drin;) ) und danach reis mit huenchen vermischt mit kartoffel und erbsen. War ganz gut, aber schlecht gewuerzt. Der tee tat gut und mal wieder ne tablette fuer die nacht, ab ins bett.
19.10.2007 colchane
kathy sagte,
Oktober 25, 2007 um 1:41 Uhr vormittags
wo sind die fotos von einem lama?
Iris´n sagte,
Oktober 25, 2007 um 9:30 Uhr vormittags
ich dachte eigentlich das du auf elche abfährst und jetzt bestehst du auf lamas?
aber schau dir den geilen blauen himmel an - nicht so wie bei uns!definitiv nicht so wie bei uns!
süsse, würd jetzt gern mit dir tauschen bzw mit dir die aussicht geniesen wollen!
wolfssocke sagte,
Oktober 31, 2007 um 9:02 Uhr nachmittags
das bild mit dem wasserfall ähnelt ziemlich patagonien! und bei dem ganzn essen muss ich doch mal erwähnen, dass mir heute ein stück formidabler nusskuchen in meinem bevorzugten cybercafe serviert wurde - gratis! da schmeckts gleich noch viel besser…
brrrrr und Grit ich muss dir etwas gestehen: ich bin nach fast einem halben jahr doch dem manjar verfallen! genaugenommen geschah es in argentinien bei der cabalgata wo es nichts anderes gab als “dulce de leche” …. hmm auf einem dieser blöden weissbrotbrötchen - ein traum! shit!!