Tag 4 colchane - arica
Der letzte reisetag ist schon angebrochen, wow. Es gab noch das fruehstueck und einmal nach links und rechts die strasse runtergeschaut, wie es hier in colchane bei tageslicht aussieht. Naja, wie gesagt, es gibt nicht viel. Nur lkws die warten bis sie endlich nach bolivien duerfen. Und unser laengster abschnitt der reise bagann. 700 kilometer bis arica. Nur wueste, sonne, aber betonierte strasse mit schlagloechern fuer 200 km, danach war der weg frei fuer berg und tal und serpentienen bis arica.
Erster stop, die riesenkakteen. Die werden hier bis zu 5 metern und groesser. Stachelige angelegenheit:)
Mitten in der wueste gab es noch ein huegel mit dem giganten der Atacama wueste. Ein geoglyfen, der ein inkagott darstellen sollte. Nunja, fuer mich glich er einer katze mit 4 ohren, aber das liegt wohl an jedem selbst:)
Und der letzte stop, humberstone, kurz vor iqq (Iquique, da war ich doch schon mal;)) humbertone ist eine salitre mine, stillgelegt und heut museum. Ich weiss bis heute nicht was salitre ist, aber ich habe erfahren, dass wir boesen deutschen daran schuld sind, dass chile, olivine, peru kein geld mehr mit dem abbau verdienen koennen, auch wenn sie tonnenweise davon haben, da wir so intelligent sind, synthetisches salitre herzustellen. Hohoho. So sind wir, intelligenzbestien!
Ok, humberstone gehoerte mal englaendern, die den gleichen luxus in der wueste wie zu hause in England haben wollten. Und so ergab es sich, dass alle minen in der tradition der englaendern gebaut und heut auch noch so sind. Es gibt, supermaekte, ein fuer essen, ein fuer alle anderen waren, ein krankenhaus, sogar kostenlos fuer die arbeiter. Natuerlich unterschiedlich ausgestattete haeuser fuer angestellte und administrative oder den besitzer. Ne werkstatt fuer die pferde, zuege, die das salitre abtransportieren und die maschinen. Ein tolle schwimmbad mit sitzreihen fuer wettkaempfe und sprungturm. Und ein riesiges theater. Es wurden sogar europaeische schaupieler eingeflogen und filme vorgefuehrt, wie Charlie chaplin, vom winde verweht,…(hingen noch alte placate rum)
Zu unserem glueck,naja, auf jedenfall wuerde gerade eine documentation in humberstone gedreht, und wir trafen leute, die tradinienell, passend zu humberstonischen zeitetn gekleidet waren. Na da muss man doch ma schnell einn photo schiessen. Durch das dortige hotel mit allen drum und dran sind wir auch noch geschlendert, und es gab sogar eine funktioinstuechtige toilette fuer uns. Tolles ding.
Ja und dann 6 stunden autofahrt, immer berg auf und wieder runter, durch das tal und wieder rauf… ahhhh, sind wir nun endlich da?! Ja!!!! Kurz vor einfahrt arika sieht man noch das gefaengniss, 90% sitzten wegen drogenbesitz, drogenhandel oder anderen sachen, liegt wohl an der naehe zu peru und bolivien:).
Elke und Gerald noch zum busbahnhof gefahren, ein ticket fuer ihren weg nach peru gekauft und im hostal abgesetzt. Nochmal kraeftig danke gesagt, denn ohne sie haet ich die tout nicht machen koennen und das vorallem kostenlos! Danke, danke!!
Und dann war auch ich endlich wieder heim! 19.30 uhr.
20.10.2007 arica